Bluthochdruck

Diabetesberatung - AKTUELL

Unter Blutdruck versteht man den Druck, mit dem das Blut durch die Adern des Körpers gepumpt wird. Was wir als Herzschlag wahrnehmen, entsteht durch das rhythmische Zusammenziehen und Erschlaffen des Herzmuskels. Hierdurch kommt es zu zwei messbaren Werten, die beide für die Beurteilung des Blutdrucks wichtig sind.

Der "obere" (systolische) Blutdruck gibt den Druck an, der beim Zusammenziehen der Herzmuskulatur entsteht. Das Blut wird in die Adern gepresst.

Der "untere" (diastolische) Blutdruck zeigt den Druck an, der beim Erschlaffen der Herzmuskulatur entsteht. Das Herz füllt sich mit Blut.

Einteilung von Blutdruckwerten:

Optimal: kleiner als 120 und kleiner als 80 mmHg
Normal: kleiner als 130 und kleiner als 85 mmHg
Noch normal: 130 bis 139 und/oder 85 bis 89 mmHg
Leichte Hypertonie: 140 bis 159 und/oder 90 bis 99 mmHg
Mittelschwere Hypertonie: 160 bis 179 und/oder 100 bis 109 mmHg
Schwere Hypertonie: größer als 180 und/oder größer als 110 mmHg

In Deutschland leidet jeder fünfte Erwachsene über 40 Jahre an einem erhöhten Blutdruck.
Viele Betroffene wissen gar nichts von ihrem Bluthochdruck, da sie keine direkten Beschwerden haben und sich nicht krank fühlen. Doch eine unerkannte und unbehandelte Hypertonie kann zu schweren Folgeerkrankungen führen.

  • Herzinsuffizienz
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Blindheit
  • Arteriosklerose
  • Nierenversagen

Risikofaktoren

  • erbliche Veranlagung
  • Übergewicht
  • Fett- und zuckerreiche Ernährung
  • Übermäßiger Kochsalzverzehr
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Erhöhter Alkoholkonsum
  • Dauerstress
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Arterienverkalkung

Was kann ich tun?

Sie haben es in der Hand, Ihren Blutdruck günstig zu beeinflussen und mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden. Dazu ist ein vorbeugender und therapieunterstützender Lebenswandel die Grundvoraussetzung.

Gesunde Ernährung

  • Kochen und essen Sie vollwertig und ballaststoffreich: viel Gemüse, Vollkornprodukte, wenig Zucker und Süßigkeiten
  • Essen Sie viel frisches Gemüse oder Obst - mindestens fünf Portionen täglich
  • Reduzieren Sie Fleisch zugunsten von Fisch. Pro Woche ein bis zwei Portionen Fisch mit hohem Anteil von Omega-3-Fettsäuren (z.B. Lachs + Hering)
  • Vermeiden Sie zu viel Fett. Wurst, Käse, Schokolade und Milchprodukte sind sehr fettreich.
  • Greifen Sie eher zu pflanzlichen als zu tierischen Fetten: Margarine oder Olivenöl statt zu viel Butter

Bewegung tut gut

Regelmäßige körperliche Aktivität hat günstige Effekte auf den Blutdruck.
Optimal wäre mindestens 3x pro Woche eine Belastungsdauer von etwa 20-60 Minuten. Am besten eignen sich Ausdauersportarten ohne große Kraftanstrengung.

  • Spazieren gehen
  • Wandern / Bergwandern
  • Radfahren / Heimtrainerfahrrad
  • Walking / Nordic Walking
  • Schwimmen
  • Skilanglauf

Stress vermeiden

Ständige Anspannung und Stress können den Erfolg einer Hypertonietherapie empfindlich stören. Deshalb sollten gerade Patienten mit Bluthochdruck versuchen, insgesamt entspannter und ruhiger zu werden und auch in akuten Stresssituationen gelassen zu reagieren. Methoden zur Stressbewältigung sind z.B. Yoga, autogenes Training, progressive Muskelentspannung oder Tai Chi.

Wirksame Medikamente:

Da es sich bei Bluthochdruck um eine chronische Erkrankung handelt müssen dauerhaft und regelmäßig blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden.
Auch wenn Sie keinerlei offensichtliche Beschwerden haben und sich wohl fühlen, sollten Sie die medikamentöse Therapie nicht eigenmächtig unterbrechen. Ohne die ständige Einnahme Ihres verschriebenen Medikaments ist eine erfolgreiche Therapie unmöglich.

Warum tägliche Blutdruckkontrolle?

Die regelmäßige Blutdruckselbstkontrolle ist wichtig, um eventuelle Druckerhöhungen festzustellen, zum anderen macht es die Erfolge von Lebensumstellung und Therapie messbar.
Anhand Ihrer Aufzeichnungen unterstützen Sie Ihren Arzt bei der Kontrolle des Therapieerfolgs und bei Bedarf bei der entsprechenden Anpassung der Dosis Ihres Medikaments.

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