Gesunde Nieren

Diabetesberatung - AKTUELL

Etwa 30 bis 50 Prozent aller Menschen mit Diabetes entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung diabetesbedingte Nierenschäden – die diabetische Nephropathie.
Die Nierenschädigung betrifft die kleinen und großen Blutgefäße.
Dabei durchläuft sie verschiedene Stadien und schreitet bei einem Teil der Patienten bis zum chronischen Nierenversagen fort. In diesem Fall muss als lebenserhaltende Behandlung eine Nierenersatztherapie (Dialysebehandlung – Blutwäsche) oder Nierentransplantation durchgeführt werden.

Hoher Blutzucker gehört zu den gefährlichsten Feinden der Niere.
Die Gefäße werden im Lauf der Zeit brüchig und porös und können ihre Filterfunktion nicht mehr richtig erfüllen. Außerdem fördern dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die Arterienverkalkung und schädigen so auch die großen Blutgefäße, die die Nieren mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.
Eine gute Blutzuckereinstellung verringert das Risiko für einen Nierenschaden deutlich.

Bluthochdruck ist für die Nieren mindestens ebenso schädlich wie erhöhte Blutzuckerwerte.
Unter dem ständig erhöhten Druck werden die Nierenkörperchen brüchig und porös.
Besonders gefährlich ist die Kombination aus zu hohen Zuckerwerten und Bluthochdruck, wie sie bei Menschen mit Typ-2-Diabetes häufig ist.
Zielwert: 130/85 mmHg

Fettstoffwechselstörungen – insbesondere ein zu hoher LDL- Cholesterinwert – fördern die Gefäßverkalkung. Dadurch kann die Versorgung der Nieren mit Blut und Nährstoffen beeinträchtigt werden.

Eiweißreiche Ernährung beschleunigt die Entwicklung von Nierenschäden. Deshalb sollte die Eiweißaufnahme bei etwa 60-80 Gramm pro Tag liegen.
Ein sparsamer Umgang mit tierischen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Fleisch, Fisch, Geflügel, Wurst, Käse und Ei, ist deshalb erforderlich.

Rauchen schadet nicht nur den Lungen, sondern auch den Nieren. Denn auch die inhalierten Schadstoffe können den Blutgefäßen zusetzen. Sie treiben den Blutdruck hoch, verschlechtern die Insulinwirkung und steigern so den Blutzucker. Weiterhin senken sie das gefäßschützende "gute" HDL- Cholesterin, erhöhen das "schlechte" LDL-Cholesterin und führen zur Bildung aggressiver Sauerstoffverbindungen, die die Gefäßwände angreifen.

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