Schlaganfall

Diabetesberatung - AKTUELL

Ein Schlaganfall verändert das Leben für viele so plötzlich und einschneidend wie kaum eine andere Krankheit.
Moderne Therapiewege, effektive Rehabilitationsmaßnahmen sowie ein breites Spektrum sozialer und technischer Hilfsangebote sorgen dafür, dass ein Großteil der Schlaganfall-Patienten heute oft noch viele selbständige und abwechslungsreiche Lebensjahre vor sich hat.

Ischämischer Schlaganfall

wird durch einen Gefäßverschluss ausgelöst (Blutgerinnsel + Arterienverkalkung) das Gehirn oder einzelne Hirnbereiche werden von der Durchblutung abgeschnitten mit 80 Prozent der häufigste Schlaganfalltyp

Hämorrhagischer Schlaganfall

... wird durch geplatzte und eingerissene Blutgefäße ausgelöst, Blut tritt ins Hirngewebe und schädigt dabei die Nervenzellen.

Vorboten des Schlaganfalls - transitorische ischämische Attacken (TIA)

Aufgrund der verengten Gefäße verschlechtert sich vorübergehend die Durchblutung des Gehirns. Die Symptome wie Schwindel, Lähmungen, Gehstörungen, Schluckbeschwerden, Hör-, Sprach- oder Sehstörungen sind meist schwächer und noch zur Rückbildung fähig.
Eine ärztliche Abklärung während oder nach der Attacke ist ein absolutes Muss.
Fast immer bietet das Auftreten dieser Warnsignale heute die Chance, mit modernen Medikamenten und anderen Behandlungsformen Schlimmeres zu verhindern.

Risikofaktoren

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Übergewicht und falsche Ernährung
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Herzerkrankungen
  • Rauchen
  • Stress
  • mangelnde Bewegung

Anzeichen

  • halbseitige Lähmungen von Armen und Beinen
  • halbseitige Lähmungen der Gesichtsmuskulatur (ein Mundwinkel hängt herab)
  • teilweises oder vollständiges Taubheitsgefühl einer Körperhälfte
  • Bewegungen sind nicht mehr koordiniert
  • Übelkeit und Erbrechen
  • plötzlich starke Kopfschmerzen
  • Desorientiertheit (vertraute Personen und Orte werden nicht mehr erkannt, kein Tages- und Jahreszeiten-Bewusstsein mehr)
  • Verlust der Kontrolle über Darm und Blase
  • Bewusstlosigkeit
  • Sehstörungen (Doppelbilder, plötzliche Erblindung eines Auges)
  • Sprachstörungen (gehörte Worte werden nicht verstanden, Verwendung falscher Buchstaben und Silben, Wortfindungsstörungen)
  • plötzlicher Verlust der Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeit

Erste Hilfe bei Schlaganfall

  • Notruf - 112
  • den Erkrankten immer im Auge behalten und in seiner Umgebung für Ruhe sorgen
  • beengende Kleidung lockern
  • auf Atmung und Bewusstsein achten
    • Zahnprothesen entfernen, um Erstickungsgefahr zu senken
    • bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage
    • bei Atemstillstand Atemspende
    • bei Kreislaufstillstand Wiederbelebung

Akuttherapie

Die Behandlung des Schlaganfalls beginnt mit dem Transport ins Krankenhaus. Ziel der Fahrt sollte am besten eine Klinik mit einer Spezialabteilung für Schlaganfall-Patienten, einer so genannten Stroke- Unit sein. Das Untersuchungsergebnis - Gefäßverschluss oder Blutung - entscheidet über den weiteren Behandlungsweg. Ist der Auslöser ein Gerinnsel, kommt unter bestimmten Vorraussetzungen die medikamentöse Auflösung des Blutpfropfs in Betracht oder verschiedene operative Verfahren mit dem Einsatz von Spezialkathetern.
Bei Blutungen hilft dagegen häufig nur die Operation des defekten Gefäßes.

Rehabilitation

Um Patienten nach einem Schlaganfall wieder in Beruf und Familie einzugliedern und von neuem für ein selbständiges Leben fit zu machen, folgt der Akutbehandlung die Rehabilitation. Die Behandlung in der Reha- Klinik erfolgt nach einem individuellen, auf die Behinderungen abgestimmten Therapieplan. Dabei wird der Patient von einem Team aus Fachärzten, Therapeuten für verschiedene Spezialgebiete und Pflegekräften betreut.

Schwerpunkte der Reha- Maßnahmen sind unter anderem:

  • Krankengymnastik
  • Sprachtherapie
  • Ergotherapie (Beschäftigungs- / Arbeitstherapie)
  • Gedächtnis- und Konzentrationstraining

Das Leben zu Hause

Auch nach einem erfolgreichen Klinik-Aufenthalt sind Schlaganfall-Patienten zu Hause oft auf Hilfen angewiesen. Damit Menschen nach einem Schlaganfall sicher und selbständig in der vertrauten Umgebung bleiben können, helfen und beraten Hausärzte, Ergotherapeuten, Kranken- und Pflegekassen bei der Planung kleinerer Umbauten und bei der Anschaffung von Hilfsmitteln.

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