





Chirurgische Gemeinschaftspraxis / Dermatologie
Unritzstraße 21a
09117 Chemnitz
Tel.: 0371 832 8600
Fax: 0371 832 8604
Dr. med. Dietrich Meißner
Facharzt für Chirurgie, Visceral- und Gefäßchirurgie/
Proktologie
E-Mail: meissner.dietrich@drk-chemnitz.de
Solveig Unger
Fachärztin für Chirurgie/ Proktologie
E-Mail: unger.solveig@drk-chemnitz.de
Pamela Lorenz
Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
E-Mail: lorenz.pamela@drk-chemnitz.de
unter Telefon 0371 832 8600
oder per E-Mail unter chirurgie.rezeption@drk-chemnitz.de
Montag:
08:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr
Dienstag:
08:00 bis 12:00 und 14:00 bis 18:00 Uhr
Koloskopien
Mittwoch:
ambulante Operationen
Donnerstag:
08:00 bis 12:00 Uhr und 16:00 bis 18:00 Uhr
alle 14 Tage ambulante Operationen
Freitag:
08:00 bis 12:00 Uhr
Samstag:
Verbandssprechstunde nach Vereinbarung
NEU
Zusätzlich halten wir spezielle allgemeinmedizinische/ internistische Sprechstunden nach Vereinbarung zur OP-Vorbereitung der Patienten vor (dienstags, mittwochs, freitags)
Privatsprechstunde nach Vereinbarung
In unserer Praxis besteht die Möglichkeit der Durchführung ambulanter Operationen. Bei Bedarf können die Patienten postoperativ in einer im Krankenhaus befindlichen Pension übernachten, wobei eine Betreuung durch mittleres medizinisches Personal erfolgt. Desweiteren haben wir die Möglichkeit in der angegliederten und von uns betriebenen belegärztlichen chirurgischen Abteilung des DRK Krankenhauses Chemnitz-Rabenstein stationäre Behandlungen durchzuführen.
Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren, Marisken, Schleimhautvorfall,
HAL - dopplersonographisch gestützte Hämorrhoidalarterienligatur in Kombination mit RAR (recto anal repair)


In unserer chirurgischen Praxis am DRK Krankenhaus in Chemnitz-Rabenstein haben wir uns unter anderem auf die operative Versorgung von Hernien (Leisten-, Nabel- und Narbenbrüchen) spezialisiert. 2005 wurde in unserer Einrichtung das Hernienzentrum Chemnitz gegründet.
Wir gehen davon aus, dass jeder Patient individuell "sein" operatives Therapiekonzept benötigt, um eine optimale chirurgische Versorgung seines Bruches zu gewährleisten.
Als 1890 Professor Bassini seine OP-Methode veröffentlichte, wurde die sogenannte Operation nach Bassini über Jahrzehnte bis in die 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts zur Standardoperation bei Leistenbrüchen.
Nach dem 2. Weltkrieg fassten neuere Operationsmethoden Fuß, die auch heute noch in modifizierter Weise und zusätzlich unter Einsatz von Netzimplantaten einen festen Stellenwert in der Hernienchirurgie einnehmen.
Von den heute akzeptierten operativen Standardverfahren werden in der chirurgischen Praxis und in der angeschlossenen Belegabteilung am DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein sieben ausgewählte Operationstechniken angeboten, die die bestmögliche operative Bruchversorgung gewährleisten. Hierbei wird individuell mit dem Patienten das geeignete Operationskonzept besprochen und ausgewählt. Es handelt sich um fünf sogenannte offene OP-Verfahren und um zwei endoskopische Methoden.
Bei den Operationen, die eine Netzimplantation erfordert, orientieren wir uns am aktuellsten Entwicklungsstand der Netzimplantate. Zum einen werden in der Praxis als auch in stationären Bereich nur noch teilresorbierbare oder sogenannte „leichtgewichtige“ Netze verwendet. Dadurch wird der „Fremdkörpereinsatz“ auf ein Minimum reduziert, was sich wiederum positiv auf den postoperativen Komfort (Heilung, Fremdkörpergefühl, Narbenbildung) bei gleichzeitiger Gewährleistung der Belastbarkeit auswirkt.
Des Weiteren erfolgt der Einsatz von verschiedenen Netzimplantaten streng individuell in Abhängigkeit von der Größe der Bruchpforte, deren Lokalisation, dem Alter des Patienten etc.
So kommen z. B. bei der OP nach Lichtenstein drei verschiedene Netzarten zum Einsatz, bei der OP nach Rutkow drei verschiedene Plugs. Nur so ist es möglich, den aktuellen Stand der Netzimplantatentwicklung in der Praxis anzuwenden und gleichzeitig die beste Auswahl für jeden Patienten zu treffen.
Wichtig zu wissen für unsere Patienten ist auch die Tatsache, dass unsere Praxis und unsere BC-Abteilung an der bundesweiten sektorübergreifenden Qualitätssicherungsstudie "Herniamed" teilnehmen, um bestmögliche operative Ergebnisse zu erzielen.
Die offenen bzw. konventionellen Verfahren gliedern sich in ein Nahtverfahren und in vier Operationsmethoden mit Netzimplantation. Die zwei minimalinvasiven Operationen bedingen immer eine Netzeinlage.
Im folgenden möchten wir die von uns angebotenen Operationsverfahren kurz erläutern:













Die Operationen werden am DRK Krankenhaus Rabenstein und in der chirurgischen Gemeinschaftspraxis von Operateuren durchgeführt, die über eine langjährige Erfahrung in den genannten Verfahren verfügen. Die Auswahl des OP-Verfahrens richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten des Patienten und wird mit diesem vor der Operation ausführlich besprochen.
Wir hoffen, Ihnen mit unserer kurzen Vorstellung und den dargelegten Therapiemöglichkeiten Basisinformationen gegeben zu haben und würden uns freuen, Sie in unserer Praxis begrüßen zu können.


Die klassische operative Behandlungsmethode des Krampfaderleidens wurde bereits am Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt und nach dem Arzt Babcock benannt, bekannt ist sie auch unter der Bezeichnung "Stripping". In den letzten Jahrzehnten wurde die Operationsmethode technisch vervollkommnet, am Prinzip der Organdestruktion, das oberflächliche Venensystem betreffend, änderte sich jedoch nichts.
In den achtziger Jahren entwickelte der französische Arzt Franceschi die CHIVA-Methode. Aus dem Französischen übersetzt man den Begriff in etwa folgendermaßen:
Ambulante venenerhaltende, Blutfluss korrigierende Behandlung von Krampfadern
Zwei Behandlungsprinzipien revolutionieren die Methode:
Betroffen ist immer das oberflächliche Venensystem.
Es liegen im wesentlichen zwei Krankheitsmechanismen zugrunde:
Die Krampfadern werden nach festgesetzten Grundsätzen durchtrennt, so dass kein rückwärtiger Blutfluss mehr auftreten kann, dadurch können sie ihr ursprüngliches Kaliber zurückerlangen.
Das Blut der gesunden Seitenäste kann jedoch über den gewohnten Weg abfließen.
Die Festlegung einer individuellen Therapiestrategie erfolgt nach einer zeitaufwendigen, hochqualifizierten Ultraschalluntersuchung der Beinvenen.
Fast ausnahmslos kann der Eingriff in örtlicher Betäubung ausgeführt werden, gegebenenfalls in Kombination mit der intravenösen Gabe eines Schmerz- und Betäubungsmittels.
Zuerst werden per Ultraschall die Unterbindungsstellen markiert. Das Aufsuchen der Venen kann meist über nur wenige Millimeter große Schnitte erfolgen, lediglich in der Leiste und in der Kniegelenksregion müssen größere Schnitte erfolgen. Der Wundverschluss erfolgt mit selbstauflösendem Nahtmaterial in der Haut.
Unmittelbar nach der Operation wird ein Kompressionsstrumpf der Klasse II angelegt, der Patient sollte dann sofort laufen, um einer Venenentzündung oder Thrombose vorzubeugen.
Insgesamt sollte der Strumpf dann vier bis sechs Wochen getragen werden. Nachkontrollen erfolgen am zweiten postoperativen Tag und nach sechs Wochen.
Beschwerden wie Stauungs- und Spannungsgefühl lassen bereits in den ersten postoperativen Tagen nach. Die erweiterten Venen erreichen nach vier bis sechs Wochen ihre ursprüngliche Stärke, Hautverfärbungen bilden sich erst nach etwa sechs Monaten zurück.
Sollten nach der Behandlung noch Venen sichtbar sein, können sie mit einem kleinen Eingriff in örtlicher Betäubung oder durch Verödung behandelt werden.
Wir entschieden uns zur Anwendung der CHIVA-Methode, weil wir folgende Vorteile sehen:
Für jeden Patienten sollte nach ausführlicher Untersuchung und Beratung ein individuelles, eventuell in mehreren Sitzungen durchzuführendes Therapiekonzept erarbeitet werden.
Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.chiva.info





Im Gegensatz zur oben genannten CHIVA-Methode – bei der über Schnitte von außen Venenunterbindungen vorgenommen werden – beruht das ClosureFAST-Verfahren auf einer endovenösen Ausschaltung des erkrankten Venensystems (große oder kleine oberflächliche Stammvene) durch eine Radiofrequenzobliteration.
Nach Sicherung der Diagnose im Vorfeld durch eine farbkodierte Ultraschalluntersuchung wird zunächst über eine Punktion eine dünne Schleuse in die erkrankte Vene, meist am Unterschenkel, eingebracht. Unter Ultraschallkontrolle wird dann die Radiofrequenzsonde bis in die Leistenregion oder Kniebeugenregion vorgeschoben. Nach korrekter Platzierung der Sondenspitze wird dann die Energie (Hochfrequenzenergie) auf ein 7 cm langes Elektrodensegment am Katheterende über einen computergesteuerten Generator gegeben, sodass sich dieses Segment auf bis maximal 120° C erwärmt und damit eine termische Schädigung der Veneninnenwand induziert. Nach Abgabe der Wärmeenergie schrumpft die Venenwand und die Vene verschließt sich.
Der Verschluß (englisch „closure“) mittels Radiofrequenzenergie wird dann segmentweise entlang der Vene Schritt für Schritt innerhalb weniger Minuten vollzogen. Nach Entfernung des Radiofrequenzkatheters und der Schleuse verbleibt lediglich die kleine Punktionsstelle.
Für dieses Verfahren genügt eine spezielle örtliche Betäubung in Form einer Infiltrationsanästhesie unter Verwendung einer spezielle angefertigten hochwirksamen und praktisch nebenwirkungsfreien Tumeszenzlösung.
Bei Wunsch erhält der Patient ein sedierendes Medikament (Beruhigungsmittel) intravenös. Eine Narkose ist völlig überflüssig!
Wie auch die CHIVA-Methode ist das ClosureFAST-Verfahren keine von den Krankenkassen im offiziellen Behandlungskatalog zugelassenes Verfahren. Daher sind beide OP-Methoden finanziell selbst zu tragen. Die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten selbstverständlich.
Ein Umdenken setzt aber gelegentlich schon ein. Einige BKK übernehmen die Kosten für das ClosureFAST-Verfahren komplett, auch die AOK hat bereits in einzelnen Fällen sowohl CHIVA- als auch ClosureFAST-Kosten übernommen. Nachfragen lohnt sich.




Mit einer Häufigkeit von 50% ist das Hämorrhoidalleiden die häufigste Erkrankung des Enddarmbereichs. Die genauen Zahlen der Erkrankung in der Bevölkerung sind unklar , da eine erhebliche Hemmschwelle vorhanden ist. Hämorrhoiden bestehen aus einem Geflecht von Blutgefäßen, die Teil des analen Schließsystems sind. Erst die unphysiologische Vergrößerung und Verlagerung des anorektalen Geflecht mit Auftreten von Beschwerden muß als Erkrankung gesehen werden. Die Entstehung wird teilweise kontrovers diskutiert, anzunehmen sind mechanische Ursachen aber auch Funktionsstörungen des Gefäßsystems.
Man sieht die Erkrankung als typische Zivilisationskrankheit an, bei deren Entstehung Ernährung, Hygiene und Konstitution eine wichtige Rolle spielen. Es kommt zu einer Druckerhöhung im Enddarmbereich mit nachfolgender Dysbalance zwischen Blutzu- und abstrom im anorektalen Gefäßgeflecht.
Der Einsatz verschiedener Therapieformen richtet sich im Wesentlichen nach dem Erkrankungsstadium. In Frage kommen sowohl konservative Verfahren, klassische OP-Verfahren (Milligan-Morgan, Parks oder Fansler-Arnold) als auch dopplersonografisch gestützte Hämorrhoidenarterienligatur (HAL) (meist in Kombination mit rektoanaler Rekonstruktion (= RAR (recto anal repair).
Detaillierter möchten wir die Methode der Dopplersonographisch gestützte Hämorrhoidenarterienligatur vorstellen , die 1995 von Morinaga in Japan inauguriert wurde. Sie stellt unseres Erachten eine sehr sichere , erfolgreiche und für den Patienten komfortable Behandlungsmethode dar.
Mit einem speziellen Proktoskop, welches an seiner Spitze eine Ultraschallsonde enthält wird das zuführende Blutgefäß aufgesucht und über ein seitliches Fenster mit einem Spezialinstrumentarium umstochen. In der Regel erfolgen vier bis acht Ligaturen. Die Behandlung war erfolgreich, wenn am Ende der Sitzung kein arterielles Strömungsgeräusch mehr nachweisbar ist.
Es hatte sich gezeigt, dass noch bessere Ergebnisse erreicht werden können, wenn in bestimmten Situationen der Eingriff mit einer speziellen Nahttechnik kombiniert wird. Dabei erfolgt mit einer meanderförmigen Naht das Fassen des Hämorrhoidalpolsters und eine „Reposition“, dass heißt das Zurückbringen der Hämorrhoide an seinen angestammten Platz oberhalb des Analkanals.
Durch dieses „Lifting-Verfahren“ kommt es zu einer besseren anatomischen Rekonstruktion im Analbereich und damit zu einem besseren funktionellen Ergebnis. Dieser zusätzliche Eingriff wird als RAR – recto anal repair – bezeichnet.
Bei einem Hämorrhoidalleiden II-III Grades stellt sich kurzfristig eine Linderung der Beschwerden ein, der endgültige Erfolg zeigt sich nach vier bis sechs Wochen. Es erfolgt die Reduktion des hämorrhoidalen Feinverschlusses auf ein physiologisches Maß, eine Übertherapie wie bei der radikalen chirurgischen Entfernung wird so vermieden. Die zuverlässigsten Ergebnisse erzielt man bei der Behandlung der oben genannten Stadien, beim Stadium IV tendieren wir eher zu den klassischen OP- Verfahren nach Milligan-Morgan oder Fansler-Arnold unter stationären Bedingungen.
Diese Methode wird international seit 1995 angewandt und findet auch in Deutschland eine zunehmende Anerkennung. Von Januar bis Dezember 2008 lag eine Anerkennung durch die Krankenkassen vor, so dass die Kosten für diese Methode von den Krankenkassen getragen wurden.
Seit 2009 wird diese Methode im ambulanten Sektor - obwohl diese sich hervorragend für das ambulante Operieren eignet - nicht mehr vergütet und muss entweder privat bezahlt werden oder kann nur stationär durchgeführt werden.
Wichtig für alle oben genannten Behandlungsverfahren ist eine vertrauensvolle und ausführliche Beratung in einer dafür spezialisierten Praxis.
Die Abbildungen entnahmen wir der Zeitschrift "Chirurg" und Demonstrationsmaterial der Firma "Dr. Kade" Berlin.






